Müllvermeidung

Spülmaschinenpulver

21. Februar 2020

Ich habe kürzlich selber Spülmaschinenpulver hergestellt. Bisher habe ich die Tabs von DM benutzt, nur in einer Kartonverpackung sind. Das Rezept ist von „Original Unverpackt“, ich empfehle mal auf der Seite rumzusurfen, sie ist sehr schön und informativ.

Die Zutaten sind 1 Tasse Natron, 1 Tasse Zitronensäure, 1 Tasse Waschsoda, 1/3 Tasse reines Kochsalz. Ich musste alles nur zusammengeben, verrühren und fertig. Ich war ehrlich gesagt skeptisch was das Ergebnis angeht, aber selbst eingebranntes oder eingetrocknetes geht problemlos raus. Ich nehme pro Spülgang 2 Teelöffel voll (gut voll).

Doof ist nur, dass mein Schraubglas offensichtlich nicht dicht ist und (Luft?)-Feuchtigkeit anzieht, und ich somit immer Brocken rausbrechen muß. Da muß ich mir fürs nächste Mal was anderes überlegen. Aber sonst bin ich mit meiner Neuerung sehr zufrieden!

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Allgemein | Müllvermeidung

Kassenzettel Nr. 2

9. Januar 2020

Hier habe ich im November über Kassenzettel geschrieben. Meine Aussage damals war, dass ihr den Bon möglichst im Laden lassen sollt, damit die Händler hoffentlich irgendwann den Bon nur noch auf Wunsch ausdrucken, u.a. weil BPA (Bisphenol A) gesundheitsschädlich ist.

Tja, seither hat sich vieles geändert: Seit 1.1.20 gilt die Kassensicherungsverordnung, und seit 1.1.20 ist die Verwendung von BPA in Thermopapier verboten.

Was heißt das nun?

Die Kassensicherungsverordnung gilt seit Oktober 2017. Damals wurde auch schon die Belegausgabepflicht ab 1.1.20 definiert. Dadurch soll verhindert werden, dass Verkäufe ohne Buchung in der Kasse getätigt werden. Durch diese Maßnahme sollen voraussichtlich 10 Mrd. Euro mehr Steuern eingenommen. Belege müssen nicht in Papierform, sondern können auch in digitaler Form erteilt werden. Sie müssen vom Käufer nicht mitgenommen werden. Der jetzt viel diskutierte Bäcker kann beim Finanzamt eine Befreiung der Belegausgabepflicht beantragen (Nach § 146a Absatz 2 AO „können die Finanzbehörden bei Verkauf von Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen gemäß § 148 AO aus Zumutbarkeitsgründen nach pflichtgemäßem Ermessen von einer Belegausgabepflicht befreien. Ich glaube also, dass es durchaus berechtigt ist, dass der Einzelhandel verstärkt nachweisen muß, was er wie verkauft, gleichzeitig heißt das aber auch, dass es diverse Möglichkeiten gibt eben nicht jeden Beleg ausdrucken zu müssen.

Über die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von BPA habe ich in meinem Artikel vom November ja geschrieben. Im Jahr 2016 wurde darum beschlossen, dass BPA ab 2020 in Thermopapier verboten ist. Wenn ihr somit einen Kassenzettel mitnehmt sind diese immerhin nicht mehr gesundheitsschädlich. Restmüll ist der Zettel aber weiterhin!

Wie Wirtschaftsminister Altmaier zur Belegausgabepflicht steht könnt ihr in  einem Artikel aus der Zeit nachlesen. Ihr findet ihn hier .

Quellen: hier, und hier und hier

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Müllvermeidung

weniger Müll an Weihnachten

26. Dezember 2019

Und, was habt ihr verschenkt? An Weihnachten nachhaltig zu handeln ist irgendwie schwierig, oder? Der Konsumwahnsinn reißt einen fast mit. Dieses Jahr habe ich versucht auf 3 Arten nachhaltiger zu handeln:

  1. Kein Geschenkpapier kaufen. Dieses Jahr habe ich alle Geschenke konsequent entweder in Papier einzupacken das ich noch hatte (neigt sich jetzt dem Ende entgegen) oder in Zeitungspapier. Sieht zugegebener Maßen zwar nicht so schön aus, reicht aber ja echt vollkommen! Im Buchladen meines Vertrauens hab ich aber auch gesehen, dass sie Bücher in Tücher einpacken, nach der japanischen Furoshiki Methode. Hat das von Euch schon mal jemand probiert?
  2. Jedes Jahr bastle ich Weihnachtskarten und schreibe sie von Hand. Die letzten Jahre habe ich immer fertige Blanko Karten gekauft, Dekozeug gekauft, und die Karten damit verziert. Dieses Jahr habe ich jetzt alte Kartons genommen, diese zerschnitten, die Vorderseite versucht so zu bekleben, dass man nicht mehr sieht, was für ein Karton es mal war, und habe die Rückseite beschrieben. Zum  Bekleben habe ich Zeitungspapier genommen, oder alte Noten (im Nachhinein kam mir die Idee, dass auch Bücherseiten oder passende Zeitschriftenseiten möglich gewesen wären, naja, das mach ich dann halt nächstes Jahr), oder Tonpapier das ich noch hier hatte. Alles in allem war es ein relativ großer Aufwand, aber ich finde es hat sich gelohnt. Anbei ein paar Bilder der Entstehung und ein paar der fertigen Karten (in Summe habe ich 45 Stück gemacht).
  3. Der Großteil meiner Geschenke war regional und/oder nachhaltig (bis auf 2 Personen die Bücher geschenkt bekommen haben). Ich habe nämlich entweder Kalender verschenkt (die eine Bekannte von mir macht) bzw. selbstgemachte Seifen. Von mir selbst gemacht! 🙂 Eine  liebe Freundin von mir ist Seifenköchin, und so habe ich mich mit ihr im November dran gewagt. Ich hätte nie gedacht, was das für ein Riesenaufwand, aber auch ein Riesenspaß ist (Und ich wusste nicht, dass man Schutzkleidung tragen muß, siehe Bild anbei). Herausgekommen sind fast 3kg Seife (2kg Rosenduft, 1kg Sandelholz), von denen ich etwa die Hälfte als Geschenk benutzt habe. Den Rest lagere ich ein, zum Eigengebrauch, aber auch zum in Zukunft verschenken. Wenn also jemand von Euch Interesse hat, ich geb gerne ab! Mein Mann hat weder Kalender noch Seife bekommen, sondern eine total coole Schale aus einer alten Schallplatte! Ein Kollege von mir macht dies, und ich finde das für einen Musikerhaushalt total passend!

 

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Müllvermeidung

Kassenzettel

8. November 2019

Wie entsorgt ihr eigentlich Kassenzettel? Darum geht es heute.

Kassenzettel sind nämlich nicht aus normalem Papier, sondern aus Thermopapier. In der Kasse werden sie nicht beschrieben, sondern der Text wird mit einer Wärmequelle (Thermodruckverfahren) aufgebracht. Dabei wird der Farbstoff des Papiers chemisch entwickelt, also wie bei einem Foto. Als Entwicklungssubstanz dient normalerweise eine Beschichtung mit Bisphenol A (BPA). BPA ist gesundheitlich nicht so ungefährlich, da es „hormonell wirksam“ ist. Dies kann zu folgendem führen: Krankheiten wie Diabetes mellitus, Fettleibigkeit, Probleme mit der Schilddrüse, Entwicklungsstörungen bei Kindern, Unfruchtbarkeit. Darum sollte man nachdem man einen Kassenzettel angefasst hat auch die Hände waschen.

So, und in welchen Müll sollte der Kassenzettel nun? Aufgrund des enthaltenen BPA sollte der Kassenzettel in den Restmüll! Denn nur so wird er total entsorgt (im Normalfall verbrannt). Denn wenn der Kassenzettel ins Altpapier wandert ist er so im Recycling Kreislauf und wird so zu seinem Umweltproblem.  Denn das Altpapier könnte z.B. zu Toilettenpapier verarbeitet werden, kommt so in die Kläranlagen und das BPA ins Grundwasser.

Also: Möglichst Kassenzettel im Laden lassen (dann hören die Läden hoffentlich auch irgendwann auf sie immer auszudrucken), und wenn du ihn doch mitnimmst zu Hause in den Restmüll!

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Müllvermeidung | Tutorials

Badputzmittel

21. Oktober 2019

So, nach Handseife und Waschmittel habe ich jetzt auch noch Badputzmittel selber gemacht.

Die Zutaten waren: Natron, Wasser, Zitronensaft und Kernseife.

Auch dies war super einfach, und absolut Plastikmüll frei. Sobald mein gekauftes Badputzmittel leer ist fülle ich aus der Glasflasche in die Sprühflasche um, und hoffe dass diese noch lange hält.

Werbung da Markenname erkennbar

 

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