Allgemein | Konsumverzicht

Wie alles begann

7. Februar 2019

Kürzlich hat mich eine Frau angeschrieben, die in Berlin Journalismus studiert und momentan an einer Arbeit zum Thema Konsum und Konsumverzicht schreibt. Sie fragte mich, ob ich bereit wäre ihr ein paar Fragen zu beantworten. Dazu war ich natürlich gerne bereit. Und so habe ich mir kürzlich selber neu die Frage stellen müssen, warum ich so lebe, wie ich lebe, und wie es dazu kam:

Los ging es ja mit dem Verzicht auf Kleidung. Dies wurde ursprünglich durch den Einsturz von Rana Plaza in Bangladesh ausgelöst. Meinen Konsum dann noch mehr einzuschränken wurde beeinfluss vom Lesen der „Zeit“, mit vielen Artikeln zu Themen wie Umweltverschmutzung, Ungerechtigkeit usw. Der nächste Schritt war das Lesen von Büchern von Harald Welzer. Im Sommer 2017 habe ich dann das Buch „Am achten Tag“ von Gaia Vince gelesen, und seither versuche ich in allen Bereichen nachhaltiger zu leben.

Spannend, wenn man sich das so rückblickend nochmal überlegt, wie alles so gekommen ist!

Eine Frage war auch: Wie lange planst du, diesen Lebenswandel fortzuführen? Hier war mir auch ganz klar, was die Antwort ist: Aus heutiger Sicht gibt es keinen Grund damit aufzuhören!

 

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Konsumverzicht

wie geht „nichts kaufen“

14. Januar 2019

Im Hinblick auf unseren bevorstehenden Umzug habe ich die letzten Tage mal wieder ausgemistet. Und zwar dieses mal Papierkram. Ich habe also alte Rechnungen, die älter als 10 Jahre waren (Rechnungen ab 1993!) und die ich nicht mehr gebraucht habe vernichtet. Schon irgendwie spannend zu sehen für was ich früher Geld ausgegeben habe. Denn es waren viele Rechnungen für Kleidung dabei, die ich im Internet, oder früher noch im Katalog gekauft habe. Witzig anzuschauen waren aber auch alte Rechnungen für Kleidungsstücke die ich heute noch trage!

Nun habe ich seit über 2 Jahren kein konventionelles Kleidungsstück (ausser Unterwäsche) mehr gekauft.  Ihr fragt Euch vielleicht: Wie geht „nichts kaufen“.

Ich finde dies ehrlich gesagt sehr einfach. Wahrscheinlich aber auch, weil ich mich daran gewöhnt habe. Ich habe mir das shoppen abgewöhnt. Und zwar, in dem ich mich der Versuchung nicht aussetze. Ich gehe nicht einfach so in die Stadt zum bummeln. Und wenn ich in der Stadt Besorgungen mache, dann gehe ich nicht in Klamottenläden. Ich schaue keine Modezeitschriften an, die in mir einen Kaufwunsch wecken könnten, und ich surfe nicht auf Kleidungs-Onlineshops. Ganz einfach also! 🙂

Allerdings: wieso sollte ich auch etwas kaufen? Ich brauch ja nichts. Die Inventur hat ja gezeigt, dass ich genug Kleidung habe.

In einigen Wochen ist bei uns in der Nachbargemeinde eine Kleider-Second-Hand-Börse. Und schon 2 Frauen haben mich gefragt ob wir hingehen sollen. Beides mal habe ich abgesagt, denn ich weiß ich würde etwas kaufen, das ich nicht benötige.

In diesem Sinne: viel Erfolg beim „nichts kaufen“!

 

 

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Konsumverzicht | Müllvermeidung

Klamottenmüll

25. August 2018

Viele Menschen werfen abgetragene Kleidung in den Restmüll, und da Kleidung häufig aus Plastik ist, und Plastik nicht verrottet wachsen die Müllberge. Und „dank“ der Billigklamotten wird es eben immer mehr. Diesen Aspekt beleuchte ich in meinen Vorträgen ja auch. In diesem interessanten Artikel wird aber noch ein weiterer Aspekt angesprochen: Die Qualität der Altkleider ist immer schlechter (eben durch die Billigklamotten) und somit kann gar nicht mehr alles recycelt werden. Wahnsinn! Das lesen des Artikels hat mich mal wieder darin bestärkt: Weniger ist mehr!

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Allgemein | Konsumverzicht | Müllvermeidung

Tipps für den nachhaltigen Umgang mit Kleidung 8

6. Mai 2018

Heute kommt mal wieder ein „Tipp für den nachhaltigen Umgang mit Kleidung“.

Hier findet ihr den Tipp Nummer 7. Der heutige Tipp Nummer 8 lautet: Kaufe nur was du brauchst.

Oh ja, ich weiß. Da bewege ich mich auf dünnem Eis. Denn, was braucht frau wirklich?

Ich bin ja gerade der Meinung, dass ich eine weitere schwarze Hose für die Uniform brauche. Ich habe ja 3 Stück (ursprünglich waren es 4, aber durch das tägliche tragen hat eine so gelitten, dass ich sie ausrangiert habe), aber ich bin nicht so ganz zufrieden. Denn die eine ist eher eng (und ich bekomme die 2 zusätzlichen Kilos grad nicht runter, bzw. habe keine Lust sie mir runterzuhungern), die andere eher zu kurz, ausserdem geht der Reißverschluß immer auf, und die dritte ist nicht mehr so schön schwarz (das Färbemittel steht aber seit Wochen zu Hause). So, brauch ich jetzt eine Hose, oder nicht? Im Second Hand Laden gabs keine passende, und im Internet bei einem Öko Label bestellen will ich eigentlich auch nichts. Zum Glück hat mir eine liebe aufmerksame Leserin ihre ausrangierten Hosen angeboten. Ich hoffe es ist eine dabei die passt! 🙂

Oder ein anderes Beispiel: Ich brauche eine neue Winter/Übergangsjacke. Die, die ich jetzt fast täglich seit Oktober trage ist schon mindestens 6 Jahre alt, und man sieht es ihr an. Die Ziernähte sind teilweise aufgerissen, andere Applikationen abgewetzt, so dass man das Futter sieht. Eigentlich kann ich sie nicht mehr anziehen. Für den Winter habe ich noch einen warmen Mantel, der mir für jetzt zu warm ist. Und ich habe noch 2 weitere Mäntel. Aber der eine ist sehr eng (ich kann nicht Bluse und Blazer drunter ziehen) und vor allem hat er den Markennamen sehr groß draufgestickt. Spätestens seit der Lektüre von „No Logo“ bin ich nicht mehr bereit Werbung zu tragen. Und der andere Mantel passt farblich nicht immer zu meiner Uniform. Also, ich habe 2 „Übergangsmäntel“, brauche ich jetzt noch eine „Übergangsjacke“ oder nicht? Der nächsten Besuch in meinem Second Hand Laden wird die Antwort liefern 🙂 heißt, wenn ich eine passende finde nehm ich sie mit. Wenn nicht, dann nicht.

Wenn ich aber jetzt aber einfach so ein T-Shirt kaufen würde (egal ob Second Hand oder öko, oder konventionell), dann wäre das ganz sicher etwas was ich nicht brauche. Ich habe ausreichend T-Shirts die passen, die mir gut stehen und in denen ich mich wohl fühle.

Was ich damit sagen will ist, dass Dein Bauchgefühl dir sagen wird, ob Du den Artikel, den Du gerade anschaust brauchst oder nur willst. Nur oft ist es für uns eben ungewohnt auf etwas zu verzichten das wir wollen und es uns leisten können. Aber ich bin überzeugt, dass jedes Teil, das wir nicht kaufen etwas bewirkt!

 

 

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Allgemein | Konsumverzicht | Müllvermeidung

der Kleiderschrank wird leerer…

11. Oktober 2017

Ich habe schon wieder eine Kiste mit Kleidung die ich nicht mehr brauche in den Kleiderladen gebracht. Es tut so gut nur noch Teile im Schrank zu haben die ich wirklich gerne anziehe, die mir passen und gut stehen. Ich habe vor allem nochmal Teile aussortiert, die farblich nicht in mein Schema (helle Oberteile, hauptsächlich grau oder blau oder rosa) passen, oder Teile die doppelt waren. Und ich habe viele Halstücher und Schals aussortiert. Ich trage gerne Accessoires, aber ich hab so meine Teile die ich super gerne und oft trage. Und der Rest hat nur Platz verschwendet….

Wenn Du gerne konkrete Tipps zum ausmisten Deines Kleiderschranks hättest, dann komm doch heute Abend zu meinem Vortrag in der Business School in Rottweil, Wilhelmshall 36. 19 Uhr gehts los, und Du kannst auch gerne spontan ohne Anmeldung kommen!

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