wohnen im Alter 2.0

“Haus am Bächle”, was für ein schöner Name für eine Senioren-WG!

Gemeinsam mit Bärbl Mielich, Staatssekretärin im Sozialministerium und Mitglied der Grünen Landtagsfraktion durfte ich heute das „Haus am Bächle“ in Frittlingen besuchen. 

Zuerst musste ich etwas suchen, denn dass ein Bächle hinter dem Frittlinger Rathaus entlang fließt, war mir nicht bewusst. In der Kirchstraße, die vom Gasthof Felsen ausgeht, steht also der Neubau, der seit diesem Jahr bewohnt wird. 

Das wunderschön gelegene und architektonisch ansprechende Gebäude beherbergt nicht nur eine Senioren WG, sondern auch einen Raum zur Tagespflege für 6-8 Personen, sowie 4 Wohnungen. 

Eine selbstverwaltete Senioren WG gibt es mit dem Angebot in Frittlingen zum ersten Mal im Landkreis, Wurmlingen plant momentan eine ähnliche Einrichtung. Im „Haus am Bächle“ können bis zu 11 Senioren gemeinsam wohnen, Voraussetzung ist, dass sie Frittlinger sind, oder Angehörige in Frittlingen haben, sowie einen Pflegegrad haben. Die hellen, freundlichen Zimmer mit eigenem Bad liegen rund um die Gemeinschaftsräume. Küche mit Esszimmer, Familienzimmer und Wohnzimmer werden von einer herrlichen Terrasse begrenzt. Durch das Untergeschoss, in dem noch ein Bewegungsraum eingerichtet wird, gelangt man in den gepflegten Garten. Die WG und der Garten wurden demenzfreundlich gestaltet. 

Bürgermeister Butz berichtete, dass das gesamte Gebäude die Gemeine Frittlingen stolze 3,7 Millionen Euro gekostet hat, vom Land gab es 133.000€ Zuschuß, vom Landkreis 36.000€. 

Im Anschluß an den Rundgang gab es bei einer Austauschrunde mit Landrat Stefan Bär, den Bürgermeistern von Deilingen und Böttingen Albin Ragg und Thomas Leibinger, Manfred Mattes vom Bürgerverein Frida, Anja Benne, Geschäftsführerin von MiKaDo, 2 Mitarbeiterinnen von Bärbl Mielich und dem „Hausherrn“ Bürgermeister Dominic Butz und Frittlinger Gemeinderäten Gelegenheit zur Diskussion.

Albin Ragg, Bürgermeister von Deilingen und 1. Vorsitzender der Sozialstation Spaichingen-Heuberg e.V. betonte wie schwierig es sei ein Angebot wie das „Haus am Bächle“ betreuen zu können. Nicht nur bürokratische Hürden, sondern auch fehlende Pflegekräfte erschweren den Alltag. Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsverein Mikado, der mit 11 Personen die Alltagsbetreuung rund um die Uhr ermöglicht, sowie die Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Frida, der die WG organisatorisch begleitet, wurde von allen Anwesenden aber als positiv dargestellt. 

Und das spürt man auch. Das ganze Haus strahlt Wärme und Nähe aus, und macht Hoffnung auf ähnliche zukunftsweisende Angebote. 

Darum hoffe ich, dass wir Grünen die Bürgerversicherung im nächsten Bundestag etablieren können, und so die Finanzierung von Angeboten, aber auch die Gehälter in der Pflege verbessern können. 

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