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die Gäubahn

30. Juni 2020

Die Gäubahn – was für ein furchtbarer Name. Ich finde der Name erinnert an Bimmelbahn, auf der schwäbischen Eisenbahn oder ähnliches. Dabei ist die Gäubahn eine der zentralen Nord-Südverbindungen in Deutschland. Es geht hierbei um die Verbindung Stuttgart – Tuttlingen, viele Züge (Personen-, aber auch Güterzüge) auf dieser Strecke fahren von Tuttlingen aus weiter durch die Schweiz bis nach Italien. Viele Streckenabschnitte waren früher zweigleisig (teilweise sieht man das auch noch), das 2. Gleis wurde aber nach dem 2. Weltkrieg als Reparationszahlungen abgebaut. Schon 2016 wurde im Verkehrswegeplan der Bundesregierung festgelegt, dass einige dieser Abschnitte wieder zweigleisigen ausgebaut werden sollen. Hierbei geht es um die Abschnitte zwischen Horb und Neckarhausen, zwischen Rottweil und Neufra sowie zwischen Spaichingen, Rietheim und Wurmlingen. Vorteil dieses Ausbaus wäre, dass sich die Fahrtzeit auf der Strecke verringern würde, da sich Züge häufiger ausweichen könnten. Besonders wenn Verspätungen passiert sind, und Züge nicht wie geplant fahren.

Auf Nachfrage des Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel (Grüne) wurde nun bekannt, dass für drei der Maßnahmen noch nicht einmal mit den Planungen begonnen wurde.

Dies gilt für das zweite Gleis zwischen Spaichingen, Rietheim und Wurmlingen, den Ausbau in Oberndorf und die Blockverdichtung. Dazu Matthias Gastel: „Vor 3,5 Jahren trat das Gesetz in Kraft, in dem die vom Bundestag beschlossenen Ausbaumaßnahmen enthalten sind. Dass seither noch nicht einmal mit der Planung aller Maßnahmen begonnen wurde, ist erbärmlich und zeigt den mangelnden Willen von Bundesregierung und Deutscher Bahn, die Gäubahn tatsächlich attraktiver machen zu wollen. Man tritt lieber auf der Stelle, statt anzupacken und für einen zuverlässigeren Bahnverkehr auf einer leistungsfähigeren Infrastruktur zu sorgen.“

Wirklich erkennbare Fortschritte gibt es beim zweiten Gleis zwischen Horb und Neckarhausen. Sollte dieses tatsächlich Ende 2023 in Betrieb gehen, so wäre dies ein Teilerfolg für die Gäubahn, dem jedoch unnötige Verzögerungen um viele Jahre vorausgegangen sind. Die anderen Ausbaumaßnahmen befinden sich in frühen Planungsstadien oder die Planungen sollen in den nächsten Wochen gestartet werden.

Dass einige Ausbauplanungen nicht vorankommen, hat nach Einschätzung von Matthias Gastel, dessen Arbeitsschwerpunkt die Bahnpolitik darstellt, Auswirkungen auf den Bahnverkehr. So würde der Güterverkehr erheblich vom Bau der Singener Kurve profitieren, da sich Zeit und logistischer Aufwand durch den Entfall des Wendens in Singen einsparen lassen. „Der Güterverkehr auf der Schiene würde im Wettbewerb gegenüber der Straße gestärkt werden“. Mittels der Blockverdichtung könnte die Fahrplanstabilität der Züge verbessert werden. Derzeit bildet der sechs Kilometer lange Abschnitt zwischen Singen und Gottmadingen einen Block, der immer nur durch einen Zug befahren werden kann.

Auf mehrfaches Nachfragen des Abgeordneten Matthias Gastel hat sich die Bundesregierung inzwischen auch etwas klarer zum Vertrag von Lugano geäußert. Darin haben Deutschland und die Schweiz ihre Ausbauziele und die Verkürzung der Reisezeit zwischen Stuttgart und Zürich festgelegt. Die Vereinbarung läuft noch in diesem Jahr aus, verlängert sich jedoch jeweils um ein Jahr, wenn sie nicht gekündigt wird. Zwar hat die Bundesregierung auf die zahlreichen Fragen Gastels, ob für beide Seiten klar ist, dass nicht gekündigt werden soll, nicht direkt geantwortet. Sie hat nun aber bekannt gemacht, dass beide Seiten dabei seien, „wichtige gemeinsame Themen und Ziele zu entwickeln, um den Vertrag von Lugano fortschreiben zu können.“

Matthias Gastel fordert die Bundesregierung auf, an Verkürzungen der Reisezeiten festzuhalten. Außerdem solle umgehend mit den Planungen insbesondere der Singener Kurve und der Blockverdichtung begonnen werden.

Ich finde es unglaublich, dass die aktuelle Bundesregierung die bereits beschlossenen Ausbauten bisher noch nicht einmal geplant hat. Um mehr Verkauf von der Straße auf die Schiene zu bringen ist dieser Ausbau nötig.

Toll, dass es engagierte Grünen Politiker wie Matthias Gastel gibt, der hier unermüdlich Druck macht! Vielen Dank auch an Matthias, dass ich den Beitrag seines Blogs hier verwendet durfte!

Hier findet ihr den kompletten Beitrag von Matthias verlinkt, und hier geht es zu seiner (sehr interessanten) Homepage.

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Essensplan KW 27

28. Juni 2020

Ihr habt Euch vielleicht schon gewundert, warum ich keinen Essensplan mehr poste. Ja. Die Antwort ist schwierig. Natürlich versuche ich immer noch jeden Tag 1x zu kochen. Aber das „was“ hat sich verändert. Ich befürchte nämlich, dass ich Zöliakie habe.

Wikipedia beschreibt Zöliakie so: Zöliakie ist eine durch Glutenunverträglichkeit verursachte Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, die sowohl Merkmale einer Allergie ls auch einer Autoiminerkrankung aufweist. Sie ist besonders durch eine chronische Entzündung der Dünndarmschleimhaut aufgrund einer Überempfindlichkeit gegen Bestandteile von Gluten, dem vor allem in Körnern (Samen) vieler Getreidesorten rkommenden Klebereiweiß, charakterisiert. Auch andere Organe können betroffen sein. Die Unverträglichkeit bleibt lebenslang bestehen, sie ist zum Teil erblich und kann derzeit nicht ursächlich behandelt werden.

Kurzgesagt: Ich habe den Eindruck, dass ich kein Getreide mehr vertrage. Ich habe mich am Donnerstag testen lassen, habe aber das Ergebnis noch nicht. Allerdings verzichte ich seit einer Woche auf Getreideprodukte und es geht mir sehr viel besser!

Wie ihr wisst gibt es bei uns sehr oft Nudeln, Pizza, Hamburger oder so zu essen. Das in Verbindung damit, dass wir seit März sehr viel zu Hause frühstücken (Weckle) hat dies vielleicht hervorgerufen. Meine stille Hoffnung ist, dass ich vielleicht alle paar Tage Getreide zu mir nehmen kann ohne Probleme zu bekommen. Momentan bin ich aber abstinent.

Es ist schön wieder schmerzfrei zu sein, aber das tägliche Kochen ist jetzt eine noch größere Herausforderung. Zumal ich eh ungerne koche und als Veganerin ja auch für meinen carnivor essenden Mann mitkoche.

Somit bringe ich momentan keine Kraft auf einen Wochenplan zu erstellen, sondern überwinde mich einfach jeden Tag irgendetwas essbares auf den Tisch zu bringen, das ich aus Gemüse koche, das ich daheim hab. Zum Glück gibt es auch viele glutunfreie Lebensmittel, aber hier muss ich mich zuerst mal zurecht finden… Nun bin ich auf das Ergebnis des Tests gespannt, und freue mich so lange über den Gewichtsverlust (krass was eine Woche ohne nennenswert Brot und Nudeln schon ausmacht).

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Zufall?

26. Juni 2020

Kürzlich wurde ich gefragt: Was bedeutet Ihnen Glaube?

Ich habe darauf spontan geantwortet. Ich kann Euch aber nicht mehr sagen was ich konkret geantwortet habe. Ich weiß nur, dass „Dankbarkeit“ und „Vertrauen“ darin vor kam. Und dass ich jeden Tag Wunder erlebe.

Denn genau das bedeutet mir Glaube. Dass ich keine Standard Antwort auf diese Frage habe finde ich nicht schlimm. Denn Glaube ist für mich auch jeden Tag anders. Aber immer getragen von Dankbarkeit und Vertrauen.

Besonders dankbar bin ich, dass mir jeden Tag wunder-volles passiert. Es gibt jeden einzelnen Tag eine Situation in der mir klar ist: das kam nicht von mir, oder aus mir, das habe ich nicht geplant. Also spontane Ideen, oder unverhofft bereichernde Begegnungen, oder Geistesblitze ohne denen man wichtiges vergessen hätte und so weiter. Also das was andere Zufall nennen.

Wikipedia beschreibt Zufall so: Von Zufall spricht man, wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen mehrerer Ereignisse keine kausale Erklärung gefunden werden kann.

Ja, das stimmt. Häufig gibt es keine logische Erklärung für all das Gute, das mir passiert. Oder vielleicht doch? Seit 2018 bete ich jeden Morgen das Gebet des Jabez. Hier hatte ich schon mal darüber berichtet.

Ich bitte also jeden Morgen um Segen, um Erfolg und um Bewahrung. In  1. Chronik 4 Vers 10 steht, dass Gott es so kommen ließ, wie Jabez es erbeten hatte. Somit es es doch eine kausale Erklärung, dass auch mir so viel Gutes passiert, und kein Zufall, oder?

Ich wünsche Euch wunder-volle und gesegnete Sommertage!

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Fleisch ist zu billig

22. Juni 2020

So schrieb es Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Wochenende auf Twitter.

Der gesamte Tweet lautet: „Fleisch ist zu billig. Ramschpreise an der #Theke geben nicht den Wert wieder. Denn Tiere wurden dafür geschlachtet, das sollten wir uns immer bewusst machen. Kleine #Schlachthöfe kennt man kaum noch vor Ort, weil die Konzentration auf wenige Große zugenommen hat.“

Ehrlich gesagt hat mich dieser Tweet sprachlos gemacht. Frau Klöckner als Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft ist meiner Meinung nach die mächtigste Frau im Land, die etwas an der Situation ändern kann. Sie ist seit über 2 Jahren auf diesem Posten, und hat bisher nichts dafür getan, dass Tiere wertgeschätzt werden, Fleisch teurer wird, oder kleine Metzger bestehen bleiben. Jetzt, da ganz Deutschland auf die Fleischindustrie schaut ist es für sie aber plötzlich opportun Kritik zu üben. So ein Verhalten ist schamlos und beleidigt die Intelligenz der Bürger (und Wähler).

Aus diesem Grund habe ich heute beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nachgefragt, was Frau Klöckner denn tue, damit Fleisch teurer wird.

Die Antwort lautete, dass hierzu ja das Tierwohllabel eingeführt werden wird, die Borchert Kommision Ideen entwickelt habe, und dass es Gespräche mit dem Handel gab. Alles dies ist aber Augenwischerei. Das Tierwohllabel (das freiwillig sein wird!) wurde im September 2019 vom Bundeskabinett beschlossen. Passiert ist seither nichts. Die Borchert Kommision hat im Februar 2020 hat sehr konkrete Vorschläge gemacht (Bauern sprechen von einem Systemwechsel), einen Zeitplan gibt aufgrund der Kürze der Zeit bisher nicht. Und das Gespräch mit dem Handel (Gipfel im Kanzleramt im Februar 2020) ergab, dass es eine „Kommunikationsallianz“ geben soll, und Verbraucher besser zu informieren (wobei ich es krass finde, dass die Ministerin den Handel verantwortlich macht).

Ihr sehr also, keine konkreten Pläne. Ich fragte dann noch nach, warum Frau Klöckner nicht vorschlägt die Mehrwertsteuer für Fleisch zu erhöhen. Schließlich wird für Fleisch wie für alle Grundnahrungsmittel nur 7% Mehrwertsteuer erhoben. Mir ist klar, dass dies mit dem Bundesfinanzministerium in Zusammenarbeit gemacht werden muß. Der Mitarbeiter des BMEL sagte mir hierzu heute, dass dadurch ja das Tierwohl nicht verbessert wird, und viele besorgte Bürger ständig anrufen aus Angst, dass Lebensmittel generell teurer werden. Diese Antwort war für mich nicht zufriedenstellend, aber mehr war nicht aus ihm herauszuholen. Ich fragte dann noch nach, warum tierfreie Ersatzprodukte (vegane Milch, Käse, Fleisch) nicht als Grundnahrungsmittel gewertet und mit 19% Mehrwertsteuer besteuert werden. Die Antwort (er suchte diese aus seinem Dokumentenprogramm heraus) war, dass wenn die Mehrwertsteuer für diese Produkte gesenkt werden würde, könnte nicht garantiert werden, dass der Handle diese Preissenkung wirklich an den Verbraucher weiter gibt (wieder der böse Handel!). Dies ist in meinen Augen kein valides Argument.

Warum erzähl ich Euch das alles? Weil ich Euch motivieren möchte auch nachzufragen wenn Euch etwas stört, aufregt oder verwirrt. Ich bin überzeugt, dass wir, der Verbraucher gehört werden. Wir müssen aber den Mund aufmachen.

Wenn ihr Frau Klöckner auch Eure Meinung mitteilen möchtet (bzw. einem Mitarbeiter, der dies aber bestimmt konsolidiert weiter meldet) dann könnt ihr hier beim Verbraucherlotse des BMEL anrufen: 0228/24252627

Wie man noch dafür sorgen kann, dass sich Haltung und Schlachtung von Tieren verbessert: Grün wählen. Hier gehts zum 7 Punkte Plan der Grünen

Infos und Quellen anbei:

https://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/regional/schlachthof-tiertransporte-regionalitaet-100.html

https://www.tierwohl-staerken.de

https://www.fleischwirtschaft.de/politik/nachrichten/Borchert-Kommission-30-Mrd.-Euro-fuer-Mehr-Tierwohl-41199?crefresh=1

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/borchert-kommission-vorschlaege-mit-zuendstoff-11978413.html

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/lebensmittel-gipfel-grosse-worte-im-kanzleramt-16614891.html

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/mehrwertsteuer-auf-diese-produkte-faellt-der-ermaessigte-satz-an-a-1280896.html

https://taz.de/Julia-Kloeckner-ueber-Tiere-als-Essen/!5534590/

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Zum Sommeranfang

20. Juni 2020


Wie freu`ich mich der Sommerwonne, 
Des frischen Grüns in Feld und Wald, 
Wenn`s lebt und webt im Glanz der Sonne 
Und wenn`s von allen Zweigen schallt!

Ich möchte jedes Blümchen fragen: 
Hast du nicht einen Gruß für mich? 
Ich möchte jedem Vogel sagen: 
Sing, Vöglein, sing und freue dich! 

Die Welt ist mein, ich fühl es wieder: 
Wer wollte sich nicht ihrer freu`n, 
Wenn er durch frohe Frühlingslieder 
Sich seine Jugend kann erneu`n? 

Kein Sehnen zieht mich in die Ferne, 
Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz; 
Da wo ich bin, da bin ich gerne, 
Denn meine Heimat ist mein Herz. 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(1798 – 1874)

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