Allgemein

Tierwelt?

27. März 2018

Heute bevölkern sieben Milliarden Menschen unseren Planeten. Wenn Sie alle Menschen auf eine riesige Waage stellen würden, kämen Sie auf rund 300 Millionen Tonnen. Wenn Sie alle Nutztiere – Kühe, Schweine, Schafe, Hühner – auf dieselbe Waage stellen würden, kämen Sie auf etwa 700 Millionen Tonnen. Im Gegensatz dazu bräuchten die freilebenden Wildtiere – von Igel und Spitzmäusen bis zu Elefanten und Walen – gerade einmal 100 Millionen Tonnen auf die Waage. In unseren Kinderbüchern und auf unseren Fernsehbildschirmen wimmelt es nur so vor Giraffen, Wölfen und Schimpansen, doch in der wirklichen Welt gibt es kaum noch Wildtiere. Auf dem ganzen Planeten leben heute noch 80.000 Giraffen, verglichen mit 1,5 Milliarden Rindern, 200.000 Wölfe, verglichen mit 400 Millionen Haushunden, und 250.000 Schimpansen, verglichen mit Abermilliarden Menschen. Die Menschheit hat sich die Erde tatsächlich untertan gemacht.

Aus: Eine kurze Geschichte der Menschheit von Yuval Noah Harari

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Allgemein

die Uhr

26. März 2018

Wir sehen täglich Dutzende Male auf die Uhr, denn fast jede unserer Tätigkeiten wird von ihr bestimmt. Der Wecker weckt uns um 7 Uhr, wir wärmen die Milch für unsere Cornflakes genau 80 Sekunden lang in der Mikrowelle, putzen uns exakt 3 Minuten lang die Zähne, und nehmen den Zug um 7.40 Uhr zur Arbeit. Nach der Arbeit laufen wir im Fitnessstudio eine halbe Stunde auf dem Laufband. Um 19 Uhr setzen wir uns vor den Fernseher, um unsere Lieblingssendung zu sehen, die in bestimmten Abständen von Werbespots unterbrochen wird, die pro Sekunde 1000 Euro kosten, und klagen schließlich bei unserem Therapeuten über diesen ganzen Zeitdruck – genau 45 Minuten lang.

Aus: Eine kurze Geschichte der Menschheit von Yuval Noah Harari

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weibliche Vorbilder

weibliche Vorbilder 3 – Simone Menne

25. März 2018

Heute gibt es einen neuen Beitrag in meiner Reihe weibliche Vorbilder. Hier findet ihr den Artikel zu Astrid Lindgren, und hier zu Ada Lovelace. Und wie ich auf die Idee zu dieser Reihe kam findet ihr hier.

Heute stelle ich euch Simone Menne vor, und sie ist somit auch die erste Frau in dieser Reihe die noch lebt! Simone Menne ist eine 58 Jahre alte Managerin, und eine der ersten Frauen im Vorstand eines DAX Unternehmens. Von 2012 bis 2016 war sie CFO bei Lufthansa.

Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft arbeitete sie seit 1989 bei Lufthansa und hat sich dort durch verschiedene Stellen im In- und Ausland hochgearbeitet. Ich würde Simone Menne gerne fragen, ob Sie jemals wirklich erwartet hat, dass sie CFO bei Lufthansa wird. Oder ob sie vielleicht mit langer Hand darauf hingearbeitet hat. 23 Jahre lang, hat sie einen offensichtlich überdurchschnittlich guten Job gemacht, um dann 2012 CFO zu werden. Das beeindruckt mich.

In diesem Interview mit der Welt hat sie ihre Ansichten zu Frauen in Führungspositionen so formuliert: „Mit einer Frau alleine ändern Sie doch nicht die Kultur eines großen Konzerns. Man kann allerdings erreichen, dass eine Frau weitere Frauen nachzieht. Sie hat einen anderen Blick auf Themen, und deswegen kann sich etwas ändern. Das braucht aber seine Zeit. Und es passiert nicht zwangsläufig.“ Und auf die Frage ob im Beruf die Erwartungen an eine Frau anders seien als an einen Mann gab sie diese Antwort, die ich gut nachvollziehen kann: „Ja, wir haben nachweisbare Stereotype. Die Stereotype von Führungskraft und Mann sind fast dieselben. Frauen werden leider oft nicht so wahrgenommen. Als Frau müssen Sie immer einen Schritt mehr tun. Sie bekommen keinen Bonuspunkt, wenn Sie nett sind. Das erwartet man ohnehin von Frauen. Bei einem Mann würde man sagen, der ist besonders sozialkompetent. Bei einer Frau ist das, als würde sie ein Geburtstagsgeschenk mit zu einer Geburtstagsparty bringen – der Normalfall eben.“

Falls ihr noch mehr von Simone Menne lesen wollt, dann lest noch dieses Interview hier. „Deutsche Modedesigner“ fragen Simone Menne zu ihrem Outfit. Schade finde ich, dass sie ein Kleid hat, in dem sie sich immer wohl fühlt. Aber das trägt sie nicht oft…

Nachtrag vom 26.3.: Was für ein Zufall! Gestern kam in Stern online ein großes Interview mit Simone Menne, in dem es unter anderem um Vorbilder geht. Ihr findet es hier.

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